Philosophie - tiergerechte Pferdehaltung

artgerechte Pferdehaltung und wie ich dazu kam


Seit über 20 Jahren halte ich Pferde aus Überzeugung im Offenstall

Da sich Pferde in der freien Wildbahn stets in Herden aufhalten, war es für mich von Anfang an klar, dass ich meinen Pferden die Möglichkeit geben will, dieses Verhalten so gut wie möglich zu leben. In der Gruppenhaltung können interessante Beobachtungen bezüglich des sozialen Verhaltens der Pferde gemacht werden. Die Pferde lernen sich in einer Gemeinschaft zu integrieren. Pferde in einer Herde sind oftmals in Bewegung und pflegen ihr soziales Verhalten durch spielerische Aktivitäten was der Gesundheit der Pferde zugute kommt. Bei Pferden in Einzelhaltung kann kein vergleichbares Verhalten beobachtet werden, da ihnen unter anderem die Möglichkeit verwehrt ist, ein soziales Verhalten zu entwickeln und zu leben.

Nach jahrelanger Beobachtung und Erfahrung stelle ich immer wieder fest, dass sich Pferde oftmals nicht so verhalten wie man dies von ihnen erwarten würde: Wird bei schlechtem und nassem Wetter von den Pferden erwartet, dass sie sich im Stall aufhalten, ist dies oftmals nicht so zu beobachten.

Damit sich die Pferde in der Gruppenhaltung wohl fühlen können, sind einige Dinge notwendig.

Die Herde muss aus einer guten Gruppe von integrierten Pferden bestehen, damit die einzelnen Tiere auch zur Ruhe kommen können. Dies äussert sich beispielsweise dadurch, dass über die Mittagsstunde oftmals viele Pferde beim Liegen beobachtet werden können.

Die Pferde müssen ungestört fressen können. Dies bedingt zum einen mehrere einzelne Futterstände, damit auch die rangniedrigeren Tiere Zugang zum Fressen haben.

 

Durch entsprechende Raumplanung soll genügend Raum geschaffen und Sackgassen vermieden werden. Der Stall sollte mehrere Ein- und Ausgänge haben, damit die rangniedrigeren Tiere ausweichen können.

Gruppenhaltung von Hengsten


Seit rund 25 Jahren halte ich Hengste in der Gruppe. Anfangs hielt ich einen dreijährigen Araber sowie ein 12 jähriger Lusitano zusammen. Diese Paarung funktionierte auch nach dem Erwachsen werden des Arabers weiterhin problemlos. Später kamen noch drei Hengstfohlen dazu. Aus Angst, dass ein Hengst separiert werden muss, wenn er als Deckhengst eingesetzt wird, habe ich lange damit gewartet. Als der Araber schliesslich 12 Jahre alt war, wagte ich die erste Bedeckung einer Stute. Doch entgegen aller Befürchtungen, erwies sich dies nicht als Problem. Der Deckhengst konnte weiterhin problemlos in der Gruppe gehalten werden. Bis im Herbst 2011 hielt ich einen 22 Jährigen Araber Hengst sowie einen 6 jährigen PRE Hengst zusammen mit zwei Wallachen. Nachdem der Araber Hengst leider verstorben ist, halte ich den PRE Hengst zusammen mit der PRE Stute.